Wo der Wein wächst

Tiefgründige, teilweise skelettführende (= steinhaltige), lehmige Böden aus Sandlöss oder Löss, die auch teilweise kalkhaltig sind, finden sich in unseren meisten Weinbergslagen. Sie gibt es im Oestricher Lenchen, Oestricher Doosberg, Mittelheimer Edelmann und Mittelheimer St. Nikolaus.

Sofern ein Kalkgehalt vorhanden ist, bewirkt dieser eine gute Abpufferung der Säure. Die Tiefgründigkeit bewirkt, dass auch in längeren Trockenphasen noch ausreichend Wasser für Wachstum der Reben und Reife der Trauben zur Verfügung steht, was zu gehaltvollen und duftigen Weinen führt.

 

Tonige Böden aus Mergeln, die schwer zu bearbeiten sind und teilweise auch zu Staunässe neigen, liegen bei Weinbergen in den Lagen Mittelheimer Edelmann und Hallgartener Jungfer vor. Die darauf wachsenden Weine ähneln denen der tiefgründigen Lehmböden.

 

Quarzitböden, die überwiegend kalkfrei, flachgründig und skeletthaltig (= steinhaltig) sind und deshalb zur Austrocknung neigen, finden sich im Oestricher Klosterberg. Die darauf gewachsenen Weine zeichnen sich insbesondere durch ihre Mineralität aus.

 

Tiefgründige, skelettführende (= steinhaltige), tonig-lehmige und kalkhaltige Böden aus Löss- oder Hochflusslehmen gibt es im Winkeler Jesuitengarten. Die dort gewachsenen Weine sind besonders reif und nachhaltig im Geschmack.

 

Das Zusammenspiel von Boden, der Pflege des Weinbergs durch den Winzer und das Kleinklima (beeinflusst durch die Hangneigung und Art der Weinbergsanlage) wird in letzter Zeit als das „Terroir“ des Weinbergs bezeichnet. Die Rebsorte Riesling bringt am besten unterschiedliche Terroirs im Weingeschmack zum Ausdruck.

 

Um die Reben an die unterschiedlichen Bodentypen anzupassen, wählt man unterschiedliche Unterlagsreben aus, auf die die Edelreiser veredelt werden. Damit kann der Winzer die Reben entsprechend der unterschiedlichen Voraussetzungen (Kalkgehalt, Staunässe) auswählen. Auch dies übt einen Einfluss auf den späteren Weingeschmack aus.

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© Weingut Josef Schönleber

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